Farbe und Funktion – Ein besonderer Entwurf für einen besonderen Ort

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Museumscafé im Museum für Kommunikation Frankfurt | Entstehungsjahr: 2014 / Erneuerung der Thekenanlage: 2025 | HIMACS Banana, S026

 

In Bestlage am Frankfurter Museumsufer direkt am Main befindet sich das Museum für Kommunikation. Eine geschichtsträchtige Villa aus dem Jahre 1891 bildet seit 1958 den Grundstein der damals als Bundespostmuseum benannten Institution. Im mehrfach preisgekrönten Museumsneubau von 1990 des Architekturbüros Behnisch & Partner erhält das Publikum einen umfassenden Einblick in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kommunikation.

Und mittendrin, das Museumscafé: Ein beliebter Treffpunkt für alle Besuchenden und zentraler Ort für Veranstaltungen im Museum. Bereits vor mehr als zehn Jahren haben die Experten von LEISE Design für das Café ein Konzept zur Gestaltung im Bestand entwickelt und umgesetzt. Seit dieser Zeit verfügt das Café über eine sichtbare Identität, ohne die Handschrift von Behnisch zu mindern. Aufgrund der nun notwendigen Revitalisierung der technischen Gastronomieelemente, ist es in enger Zusammenarbeit mit der Museumsleitung gelungen, Stilelemente zu erhalten und mit neuen zu verbinden. Auf diese Weise konnte ein besonderes Raumerlebnis entwickelt werden. Direkt ins Auge fallen die strahlend gelben Thekenelemente aus dem Mineralwerkstoff HIMACS. Der intensive Farbton und die klare Formensprache unterstreichen das besondere Ambiente. Knut Völzke und seinem Team von LEISE Design ist es erneut gelungen das Café im Frankfurter Museum für Kommunikation zu einem besonderen Ort zu machen, der weiterhin das beliebte Herzstück des Museums bleibt.

Ein Dialog mit dem Gebäude

Das Café befindet sich in einem Raumgefüge mit ungewöhnlichem Zuschnitt: entlang der Empore im Erdgeschoss mit Blick in die Dauerausstellung des Museums. Ein besonderer Ort erforderte eine besondere Einrichtung. Ursprünglich als reiner Kaffee- und Kuchenverkauf angelegt, werden seit Jahren auch Mittagsgerichte angeboten, die den Platzbedarf, die Logistik und die Abläufe des Betriebs deutlich verändert haben. Die Neuausrichtung verlangte gezielte planerische Eingriffe sowie eine Umstrukturierung des Zusammenspiels von Küche und Thekenbereich.

„Beim Entwurf der Thekenanlage standen neben dem besonderen Ort vor allem die Nutzungsgewohnheiten der verschiedenen Protagonisten im Fokus“, erklärt Völzke.

Neben dem Team des Cafés das täglich Speisen und Getränke an die Besuchenden ausgibt, zählen verschiedene Caterer für größere Veranstaltungen zu den Nutzenden. Jeder mit unterschiedlichem Bedarf. Das Team um Knut Völzke war einige Tage vor Ort und beobachtete die Abläufe der Mitarbeitenden, sprach mit verschiedenen Caterern und hat mit den gesammelten Informationen in enger Abstimmung mit der Eventmanagerin des Museums das neue Konzept ausarbeiten können.

Wie sind die Laufwege des Personals? Wie die Nutzung der Besuchenden? So hielten selbst kleine Details der täglichen Nutzungen Einzug in den Entwurf. Bestes Beispiel ist die Bauform der Fronttheke mit mehreren Ablage- und Ausgabeebenen, die den unterschiedlichsten Bespielungen gerecht werden. So können Auslagen mit Getränken und Fingerfood während verschiedener Veranstaltungen auf der niedrigsten Ablage komfortabel präsentiert werden – in Sichtachse vom Eingang aus. Neuheiten, Informationsmaterial & Co. finden sich weiter oben, im direkten Blickfeld der Besuchenden der Ausstellungen. Während die Thekenfläche für die Essens- und Getränkeausgabe eine eigene Ebene bildet, um eine möglichst ergonomische Übergabe an die Gäste zu ermöglichen.

Gleichzeitig ist der markante „Knick“ in der Buffettheke am Ende der Anlage ein schönes Detail, das selbstredend nicht rein formal veranlasst ist, sondern einen sichtbaren Baustein der konsequenten Gestaltung im Umgang mit der Architektur des Gebäudes bildet. Die Kühltheke ist von allen Seiten gut einsehbar. Die Mitarbeiter:innen des Cafés erreichen in einem Umkreis von 1,5 Meter alles, um Getränke zuzubereiten, den Kühlschrank zu nutzen, zu kassieren und Essen für die Gäste bereitzustellen. Die Laufwege sind effizient und die Bewegungsabläufe anhand der Thekengestaltung klar vorgegeben. Die Rückschrankanlage auf der linken Seite wurde selbsttragend konstruiert. So wurde der Platz zur Nutzung maximiert und der Einbau einer Wärmevitrine ermöglicht. Die Schrankelemente mit integriertem Kühlschrank auf der rechten Seite wurden bündig in die Glasrückwand eingebaut. Sie bieten viel Stauraum sowie Platz für die Geschirrablage und die Siebträgerkaffeemaschine. Der gläserne Altbestand mit großen Edelstahlschrauben aus der Feder von Behnisch blieb erhalten. Flankiert wird die Theke von farblichen Akzenten in Form grüner, roter und grauer Stühle, Stehtische, Pendelleuchten und Buchstaben.

„Die Einrichtung geht einen Dialog mit dem Gebäude ein und lässt Gäste das Café als immer wieder neuen Platz zum Verweilen entdecken“, erläutert Völzke das Design.

 

Eine Neugestaltung, die lange hält

Zusätzlich zu einer hohen Funktionalität war den Museumsbetreibern der visuelle Eindruck wichtig. Ein Eyecatcher sollte es sein. Elegant, ansprechend und trotzdem zeitlos. Die Farbe Gelb war unter Berücksichtigung der Posthistorie des Hauses ein wichtiger Faktor. Leuchtendes Gelb, nachhaltig, robust, reparierbar, hygienisch und reinigungsfreundlich – die Anforderungsliste an das Material war lang. Beschädigungen, die im Laufe der Jahre durch sehr starke Beanspruchung und fehlende Vorsicht am verwendeten HPL-Schichtstoff des alten Tresens entstanden, sollten kein Thema mehr sein. Die Lösung bildet nun der Mineralwerkstoff HIMACS aus dem Hause von LX Hausys (Servicepartner: Klöpfer Surfaces). Das Material vereint alle Punkte des Anforderungskatalogs und ermöglicht zudem die Realisierung des detailreichen Möbeldesigns von Völzke und seinem LEISE Design Team,  wie das fugenlose eingearbeitete Besteckfach, die Grifffugen oder der nahtlose 45-Grad-Übergang des nach hinten verlaufenden Sockels. Der Museumsstiftung wie auch Knut Völzke waren die Thematik der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit wichtig.

„Die Tatsache, dass das Material bei Beschädigungen sehr gut reparierbar ist, war bei unserer Auswahl entscheidend“, bestätigt Völzke.

Einen besonderen Fokus legt HIMACS laut eigener Aussagen zudem auf seinen „circle of economy“. Nachhaltiger Ressourceneinsatz, Nutzung von Abfallprodukten und effizienter Energieeinsatz zählen zur Wertschöpfungskette. Viele Platten erhalten bereits einen hohen Anteil an recyceltem Material.

Verarbeitung Mineralwerkstoff

Der Bau dieser Thekenanlage erforderte viel Erfahrung im Umgang mit Mineralwerkstoff. Die Realisierung des Entwurfs und der Planung übernahm der Mineralwerkstoffexperte Voit & Partner aus Schleusingen im Thüringer Wald. Mit mehr als 2.000 Quadratmetern Produktionsfläche ist der Mittelständler nicht nur in Thüringen, sondern national als Innenausbauprofi tätig und realisiert bereits seit Jahrzehnten exklusive Projekte aus HIMACS.

Verschieden große Thekenflächen greifen die geometrische Formensprache auf und bilden so einen faszinierenden visuellen Eindruck. Die futuristisch anmutende Theke ist handwerkliche Detailarbeit. Unterschränke bilden den Grundstein.

„Die unterschiedlichen Konturen der äußeren Hülle wurden auf Gehrung gefräst. Alle Einzelteile wurden detailgenau fugenlos zusammengefügt, verschliffen und poliert“, erläutert Detlev Schmidt, Geschäftsführer Voit & Partner, den Fertigungsprozess.

Das Ergebnis: eine Kombination, die ein großes Ganzes erzeugt. Fronten, Arbeitsplatten und Rückschränke sind aus einem Material – eine durchgängige, puristische Einheit mit einheitlichem Glanzgrad. Die Identität des Kommunikationsmuseums mit seiner Postgeschichte spiegelt sich in Aspekten des Raumdesigns wider. Die gestalterische Linie ist reduziert, aber jederzeit präsent. Die raumvisuelle Gestaltung ist leicht verständlich und bedeutungsstark: Kreativ, vielseitig und dynamisch – wie die Welt der Kommunikation. Die Besuchenden werden nicht nur durch funktionale Räumlichkeiten geführt, vielmehr entstand eine Umgebung, in der man sich gerne aufhält — in einem Museum, mit Erinnerungswert.

 

Projektdetails

Projekt: Museum für Kommunikation Frankfurt
Entstehungsjahr: 2014 / Erneuerung der Thekenanlage: 2025
Design: LEISE Design / Knut Völzke und Team
Verarbeitung: Voit & Partner
Material: HIMACS Banana, S026
Fotos: Florian Kaiser-Winter

 

 

Klöpfer Surfaces ist als bundesweiter Distributeur Ihr Ansprechpartner für die gesamte HIMACS-Dekorwelt. Oliver Griemert und sein Team beraten Sie zu Materialwahl, Verarbeitung und Bezug. Lassen Sie sich inspirieren und schauen Sie auch auf unseren Instagram-Kanälen vorbei: LEISE Design, Voit & Partner, Museum für Komunikation Frankfurt und Klöpfer Surfaces

 

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